Wieder da

Eigentlich war mein Urlaub ja schon letzte Woche zu Ende, aber da habe ich erstmal wieder in den Alltag finden müssen

.Print

Die Nippon Connection war mal wieder großartig. Ich kenn sie jetzt ja inzwischen seit etwa 10 Jahren und geh da immer wieder gerne hin. Das mittlerweise größte Festival für japanischen Film schafft es immer wieder seinen doch recht persönlichen Charakter zu bewaren.

Neben Film gibt es immer auch ein respektables Rahmenprogramm und auch feiern kommt nicht zu kurz. Ich kann das Festival nur wärmstens empfehlen.

Dieses Jahr habe ich folgende Filme angeschaut:

  • Parasyte Part 1 und Part 2: Die Realverfilmung eines Mangas kann durchaus überzeugen. Die beiden Teile sind durchaus lustig anzusehen.
  • The Round Table: Eine echt nette Kommödie um ein achtjähriges Mädchen, das gerne besonders wäre. Sehenswert!
  • Dual City: Eine Independent Produktion, die sich durchaus sehen läßt. Die Vorführung fand in Beisein der Regiseurin statt. Das finde ich immer besonders interessant, zumal es dann im Anschluss auch eine QA-Runde gibt. Das beduetet, dass sich die Regiseurin den Fragen des Publikums stellt. Der Film wurde mit einer besonderen Erwähnung im Nippon Visions Jury Award geehrt.
  • The Cockpit: Der diesjährige Preisträger des  Nippon Visions Jury Award zeigt die Enstehung eines Hip-Hop-Songs in einem kleinem Appartment in Tokyo. Sehenswert, auch wenn der Preis für diesen Film etwas überrascht hat. Die Entschidung der Jury ist jedoch nachvollziehbar.
  • The World Of Kanako: Der Film ist durchaus sehenswert, wenn auch etwas überzogen. Dennoch der Regiseur Tetsuya Nakashima ist ein Meister seines Fachs und schafft es ein beeindruckendes visuelles Erlebnis zu schaffen.
  • Over Your Dead Body: Für mich persönlich mit Abstand das Highlight der diesährigen Nippon Connection! Und das nicht nur, aber sicherlich auch, weil ich ein Fan von Takashi Miike bin. Der Film ist Miike vom Feinsten! Erzählt wird in zwei inneinander verwobenen Erzählsträngen die klassische japanische Geistergeschichte Yotsuya Kaidan. Die Geschichte wurde auch schon mehrfach verfilmt, ich selbst kenne nur die in Kwaidan. Miike erzählt die Geschichte in Form von Theaterproben und parallel in moderner Form als Beziehungsdrama dreier Schauspieler.  Eine sehr gut Kritik zum Film könnt ihr bei Midnight Eye finden.
  • The Voice Of Water: Eine sehenswerte Sektensatire. Dabei aber auch durchaus sehr ernst. Auch dieser Film wurde im Beisein des Regiseurs mit anschließendem QA gezeigt.
  • Fires On The Plain: Das ist kein schöner Film, aber ein sehr guter! Shinya Tsukamoto hat hier sehr drastisch die bereits 1951 in Form eines Romans veröffentlichten Kriegserfahrungen von Shohei Oka verfilmt. Es stimmt: der Film läßt einen so schnell nicht mehr los! Selten hat mich ein Film so lange wie dieser im Nachgang beschäftigt. Für mich nach "Over Your Dead Body" der beste Film. Aber wie gesagt: nicht schön.

Neben diesen Filmen haben wir uns auch NIPPON LIVE ON STAGE: TADANOBU ASANO & STEREO TOTAL gegeben. Der gezeigt Film RUINED HEART: ANOTHER LOVESTORY BETWEEN A CRIMINAL & A WHORE (2014) von Khavn ist zwar durchaus interessant, aber irgendwo hatte ich mir mehr erwartet. Stereo Total haben mich jedenfalls nicht so wirklich überzeugt.

Nächstes Jahr bin ich sicherlich wieder bei der Nippon Connection! Freue mich jetzt schon darauf.

Schreibe einen Kommentar