Über Fotoausrüstung

Ich gebe es ja zu, etwas verrückt bin ich schon was Fotoausrüstung betrifft. Mit ist schon klar, die guten Bilder macht der, der hinter der Kamera steht. Aber sein wir doch mal ehrlich: gute Kameras und Ausrüstung unterstützen einen dabei gute Fotos zu machen. Für mich gehört also neben dem Sinn für das gute Bild auch die Technik dazu. Allerdings muss man sich mit der Technik dann auch auseinandersetzen. Denn von alleine machen Kameras keine guten Bilder. Außerdem machen mir gute und schöne Kameras einfach Spaß. Dabei denke ich aber schon, dass ich genau weiß warum, wenn ich mir eine neue Kamera leiste.

Begonnen habe ich mit ca. 14 Jahren mit kompakten Analogkameras. Das war jedoch eigentlich nur knipsen, obwohl dabei natürlich nette Erinnerungen entstanden sind, die ich heute noch gerne anschaue. Nachdem ich dann so Anfang der 2000er Jahre mit der Digitalfotografie in Berührung kam, habe ich dann etwa 2007 angefangen mich intensiver mit Fotografie zu beschäftigen. Meine erste digitale Spiegelreflexkamera war damals eine Olympus E-500 (Four Thirds Format).

Nikon D800E

Heute fotografiere ich aktiv mit drei Kameras in zwei recht unterschiedlichen Systemen: einer Nikon D800E (Vollformat), einer Olympus OM-D EM-1 und einer Olympus Pen-F (beide Micro Four Thirds Format). Auf die einzelnen Kameras, ihre Vor- und Nachteile werde ich in einzelnen Beiträgen noch genauer eingehen. Hier will ich jetzt nur kurz darauf eingehen, warum ich drei, teilweise doch recht verschiedene Kameras besitze und nutze.

Die Nikon ist mein Prachtstück. Sie macht rein technisch gesehen die besten Bilder. Aber sie ist auch die schwierigste Kamera von den Dreien. Der große, hochauflösende Sensor verzeiht keine Fehler. Also ein Kamera für die man sich Zeit nehmen muss. Außerdem ist die Ausrüstung zusammen mit Objektiven groß und schwer. Mit der D800E bin ich hauptsächlich draußen für Natur- und Landschaftsfotografie unterwegs.

Olympus OM-D EM-1

Die OM-D EM-1 ist dagegen sehr viel kleiner und leichter. Zusätzlich bietet der „kleine“ Micro Four Thirds Sensor (Cropfactor 2) etwas andere Gestaltungsmöglichkeiten als das Vollformat. Für die Kamera gibt es Objektive, die in ihrer Leistung sich vor den Nikon Objektiven nicht verstecken müssen. Außerdem ist die EM-1 noch darauf optimiert mit meinen alten Four Thirds Objektiven gut zusammen zu arbeiten. Sie ist in erster Linie meine Reisekamera, da die Kamera mit Ausrüstung leicht und kompakt ist ohne jedoch bei der Qualität zu große Abstriche machen zu müssen.

Der jüngste Zuwachs in meiner Sammlung ist Pen-F. Sie ist momentan meine meist genutzte Kamera, was nicht nur daran liegt, dass ich noch beim Kennenlernen bin. Sie ist einfach auch auf Grund ihrer kompakten Größe eine immer dabei Kamera. Dabei macht sie Bilder von überraschender Qualität.

Olympus Pen-F

Da man hier hier auch unheimlich viel einstellen kann, was man sonst eher in der Bildverarbeitung im RAW-Konverter macht und alle Einstellungen auch gleich im elektronischen Sucher sieht, ist sie sehr gut für „out of cam“ Bilder geeignet. Also direkt aus der Kamera ins Web, ins Blog oder sonst wohin. Mit diesen Eigenschaften ist sie sehr gut für Street Photography, einem Metier mit dem ich mich schon länger mal auseinandersetzen wollte, geeignet.

Ich habe mir also vor dem Kauf jeder Kamera Gedanken gemacht, warum ich sie haben möchte. Bisher ist das aufgegangen und es macht viel Spaß immer die passende Kamera auswählen zu können. Wenn ich auf Tour bin kann ich natürlich nicht alle drei einstecken, aber ich empfinde es durchaus als Vorteil mir vorher zu überlegen, was ich vorhabe, und dann die passende Kamera einzupacken.

Übrigens kann man durchaus auch mit dem Smartphone tolle Bilder machen. Das Beitragsbild (das mit allen drei Kameras) habe ich mit meinem Galaxy S8 aufgenommen. Das S8 ist für mich auch immer eine Alternative, wenn ich mal sonst keine Kamera mithabe. Allerdings sollte man in der Bildbearbeitung hinterher mit den Bildern nicht mehr viel machen. Dafür reicht dann die technische Qualität einfach nicht.

 

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